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	<title>jcpoppe.de</title>
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	<description>Ende der Probezeit</description>
	<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 19:57:25 +0000</pubDate>
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		<title>Fußball im Reichstag</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 19:48:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ 	Endlich im Netz: Die mitreißende Hörfunkreportage vom legendären Match im Reichstagsstadion aus den großen Zeiten der noch größeren Koalition. Aus dem Solokabarettprogramm &#8220;Ende der Probezeit&#8221;, 2007. Und wenn es dunkel wird: It´s only radio!



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			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Endlich im Netz: Die mitreißende Hörfunkreportage vom legendären Match im Reichstagsstadion aus den großen Zeiten der noch größeren Koalition. Aus dem Solokabarettprogramm &#8220;Ende der Probezeit&#8221;, 2007. Und wenn es dunkel wird: It´s only radio!<object width="480" height="385"></p>
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		<title>Radlos am Wegesrand</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 14:15:27 +0000</pubDate>
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		<title>Zuschauen. Entspannen. Nachdenken (II)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 15:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Ich habe noch haufenweise davon, hinten im Haus&#8230;
Die Oldenburgische Volkszeitung schreibt übrigens auch: &#8220;Sein [also meiner] geistvoller und plaudernder Stil ähnelt dem Altmeister der Spätromantik [die Rede ist von Heinrich Heine]&#8230;&#8221; Nunja. Äh. Dankeschön. Wenn Heine das hier sehen könnte:




er hätte wohl geschrieben: 
&#8220;Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ich habe noch haufenweise davon, hinten im Haus&#8230;</p>
<p>Die <em>Oldenburgische Volkszeitung</em> schreibt übrigens auch: &#8220;Sein [also meiner] geistvoller und plaudernder Stil ähnelt dem Altmeister der Spätromantik [die Rede ist von Heinrich Heine]&#8230;&#8221; Nunja. Äh. Dankeschön. Wenn Heine das hier sehen könnte:</p>
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<p>er hätte wohl geschrieben: </p>
<p>&#8220;Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,<br />
Ich kenn auch die Herren Verfasser;<br />
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein<br />
Und predigten öffentlich Wasser.&#8221;</p>
<p>Wenn man ganz genau hinguckt, hinten auf dem Tisch&#8230;</p>
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		<title>Zuschauen. Entspannen. Nachdenken.</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 11:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Ja, Wahnsinn. Es gibt erste Bilder von mir, bewegte sogar. Mit Ton. Soviel Fortschritt auf einmal ist ja fast schon unheimlich, ich überlege schon, ob ich nicht demnächst noch die komplette Homepage untertunneln lassen soll. Hier jedenfalls endlich Auszüge aus dem aktuellen Soloprogramm &#8220;Sommerloch, später&#8221;, aufgezeichnet Anfang Mai bei einem Gastspiel in meiner Heimatstadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ja, Wahnsinn. Es gibt erste Bilder von mir, bewegte sogar. Mit Ton. Soviel Fortschritt auf einmal ist ja fast schon unheimlich, ich überlege schon, ob ich nicht demnächst noch die komplette Homepage untertunneln lassen soll. Hier jedenfalls endlich Auszüge aus dem aktuellen Soloprogramm &#8220;Sommerloch, später&#8221;, aufgezeichnet Anfang Mai bei einem Gastspiel in meiner Heimatstadt Lohne. Die <em>Oldenburgische Volkszeitung</em> schrieb damals geradezu euphorisch: &#8220;Ein Rundumschlag! (&#8230;) Zwei Stunden anspruchsvolle, provokante und extrem amüsante Spitzen! (&#8230;)&#8221; Spitze. Vielleicht lass ich die Homepage doch nicht untertunneln.</p>
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		<title>Lohne lohnt sich</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 15:48:28 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Hab ich schon immer gewusst, dass der Spruch keine hohle Stadt-PR ist, sondern die reine und nichts als die Wahrheit. Die &#8220;Sommerloch, später&#8221;-Aufführung in meiner Heimatstadt hat mir in jedem Fall riesigen Spaß gemacht - und selbst dem Publikum scheint es gefallen zu haben&#8230;
Danke dafür nach Lohne! Und eine schöne, äh, ja&#8230; WM.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Hab ich schon immer gewusst, dass der Spruch keine hohle Stadt-PR ist, sondern die reine und nichts als die Wahrheit. Die &#8220;Sommerloch, später&#8221;-Aufführung in meiner Heimatstadt hat mir in jedem Fall riesigen Spaß gemacht - und selbst dem Publikum scheint es gefallen zu haben&#8230;</p>
<p>Danke dafür nach Lohne! Und eine schöne, äh, ja&#8230; WM.</p>
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		<title>Danke, Vechta!</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 23:49:12 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Ich hätte ja als gebürtiger Lohner nie gedacht, dass ich diese Worte jemals schreiben wollte, könnte oder müsste, aber in diesem Fall scheint es mir angebracht. Der Abend im Gulfhaus hat mir großen Spaß gemacht und der angenehm großen Zuschauermenge hoffentlich auch. Danke dafür und als Gruß an den ganzen Landkreis nochmals der größte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ich hätte ja als gebürtiger Lohner nie gedacht, dass ich diese Worte jemals schreiben wollte, könnte oder müsste, aber in diesem Fall scheint es mir angebracht. Der Abend im Gulfhaus hat mir großen Spaß gemacht und der angenehm großen Zuschauermenge hoffentlich auch. Danke dafür und als Gruß an den ganzen Landkreis nochmals der größte Brüller des Abends: &#8220;Leute, ihr im Landkreis Vechta müsst wirklich vor gar nichts Angst haben. Wer die Schweinepest überstanden hat, dem kann die Schweinegrippe nichts mehr anhaben.&#8221;</p>
<p>Hust Hust, keuch keuch und vielen Dank!</p>
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		<title>Neues Programm &#8220;Sommerloch, später&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 11:58:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Popplic Viewing - Der EM-Block]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Das neue Programm &#8220;Sommerloch, später&#8221;, schon jetzt mit der Umweltprämie für die beste Zweitverwertung eines großen Titels ausgezeichnet, feiert am 16. Mai, 20 Uhr, im Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden Premiere. Das ist ganz in der Nähe von Kalkriese und da hat vor 2000 Jahren der olle Hermann (oder Arminius, wie wir Krasslateiner sagen) den ollen Quintilius [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Das neue Programm &#8220;Sommerloch, später&#8221;, schon jetzt mit der Umweltprämie für die beste Zweitverwertung eines großen Titels ausgezeichnet, feiert am 16. Mai, 20 Uhr, im Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden Premiere. Das ist ganz in der Nähe von Kalkriese und da hat vor 2000 Jahren der olle Hermann (oder Arminius, wie wir Krasslateiner sagen) den ollen Quintilius Varus durch den Teutoburger Wald gemetzelt. Ganz so schlimm wird´s vermutlich nicht, aber Sie sollten sich das trotzdem angucken. Vielleicht gibt´s auch eine Verlosung. Vielleicht auch nicht:</p>
<p>In Zeiten der Krise müssen wir beraten werden. Wirtschaftlich, finanziell, humoristisch. Es sitzt die Menschheit seit dem letzten Sommer im Loch und fragt sich, was später sein wird. Autobauer gehen pleite, Modelleisenbahnen gehen vom Gleis, Menschen gehen auf die Barrikaden - kurz: wir haben nichts zu lachen. Glänzende Aussichten also für einen Kabarett-Consultant, der sich um den niedergeschlagenen deutschen Humor sorgt. Für einen, der weiß, wie man als Möchtegernkomiker reibungslos über die Bühne gebracht wird. In seiner liebevollen Art kümmert er sich ganz sanft äußerst zynisch um jeden noch so hoffnungslosen Satirefall. So ein Consultant ist ein grandioser Berater, da ist er sich einig. Dumm nur, wenn der Rest der Welt diese arrogante Beratungsresistenz an den Tag legt…</p>
<p><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2009/04/sommerloch-spater3.jpg" title="Sommerloch, später"><img src="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2009/04/sommerloch-spater3.jpg" alt="Sommerloch, später" /></a></p>
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		<title>Popplic Viewing bei 90elf.de</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 06:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Popplic Viewing - Der EM-Block]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Liebe Leser,
auch der weiten Fußballwelt sollen die Schmunzeleien dieser kleinen Rasenrubrik nicht weiter vorenthalten werden. Deswegen für alle, ohne teure VIP-Karten, dafür mit Hintergrundmusik, Popplic Viewing jetzt auf www.90elf.de. 90elf liefert Bundesligafußball per Internetradio und jetzt liefert es die humoristische Betrachtung zu jedem Spieltag gleich mit:
Popplic Viewing Saison 08/09
Viel Spaß!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Liebe Leser,</p>
<p>auch der weiten Fußballwelt sollen die Schmunzeleien dieser kleinen Rasenrubrik nicht weiter vorenthalten werden. Deswegen für alle, ohne teure VIP-Karten, dafür mit Hintergrundmusik, Popplic Viewing jetzt auf www.90elf.de. 90elf liefert Bundesligafußball per Internetradio und jetzt liefert es die humoristische Betrachtung zu jedem Spieltag gleich mit:</p>
<p><a href="http://www.90elf.de/popplic-viewing">Popplic Viewing Saison 08/09</a></p>
<p>Viel Spaß!</p>
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		</item>
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		<title>Ein Wiener Walzer zum Schluss</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 11:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Popplic Viewing - Der EM-Block]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Wien ist eine Reise wert. Vielleicht nicht unbedingt zu diesem EM-Finale, aber ansonsten durchaus.
Die Stadt an sich ist schön. An der blauen Donau ist es auch schön, das Wetter ist schön. Aber seltsam war das schön, dieses Wochenende.
Das Hotel ist schön, weil zentral. Die Dame an der Rezeption ist freundlich, wie aufgedreht und erklärt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wien ist eine Reise wert. Vielleicht nicht unbedingt zu diesem EM-Finale, aber ansonsten durchaus.</p>
<p>Die Stadt an sich ist schön. An der blauen Donau ist es auch schön, das Wetter ist schön. Aber seltsam war das schön, dieses Wochenende.</p>
<p>Das Hotel ist schön, weil zentral. Die Dame an der Rezeption ist freundlich, wie aufgedreht und erklärt, sie habe einen Schnupfen vom Schwimmen. Ob wir denn zum Match gingen. Nicht direkt, weil wir haben ja keine Karten. Da könne sie dann das Public Viewing am Prater empfehlen, viel atmosphärischer als die offizielle Fanmeile. Danke. Probieren wir. Zur Einstimmung trotzdem einmal rüber über die offizielle Fanmeile. Die ist sicherlich offiziell, schon allein wegen der vielen Sponsoren und der noch vieleren Einschränkungen (immerhin darf man sie betreten), und sicherlich auch eine Meile. Nur Fan ist sie nicht. Dafür ist zu wenig los und das wenige wirkt angestrengt. Schnell wieder weg, folglich. Vor dem Museumsquartier stehen zwei Halbwüchsige und verkaufen aus einem Einkaufswagen heraus Ottakringer in Dosen für 2 Euro pro Bier. Das tun sie so auffällig heimlich, dass man schwersten Drogenhandel, wenigstens jedoch massive Angst vor Platini persönlich vermuten muss, aber dafür war das Geschäft vielleicht doch zu verlockend. Sie ziehen die Nummer jedenfalls hoch motiviert durch: &#8220;Psst, macht vier Euro, oaba gib´s mir grad neht, da hinte is die Bolizai.&#8221; (da hinten, 100 m weiter völlig desinteressiert an der roten Ampel) Locker tut man so, als kenne man sich: &#8220;Wie lang seid´s ihr denn da? Zum Spiel? Oder wohnt´s ihr in Wien? Schön&#8230; So, jetzt san die Bullen weg, jetzt koannst zoahln&#8230;&#8221; Lustig. Das Museumsquartier jedenfalls ist schön. Zum sitzen. Ein einsamer deutscher Fan wird von einer Gruppe Österreicher mit &#8220;Deutschlaaaand, Deutschlaaaand!&#8221;-Gesängen begrüßt, er ist sich aber nicht sicher, ob das ernst gemeinte Zuneigung ausdrückt. Leise murmelt er ein Danke und hinterher ein: &#8220;Wäre ja ein Wunder, bei all dem Hass, der einem hier entgegen schlägt.&#8221; Ganz so wild finde ich es nicht, aber die Vorzeichen sind nicht gut. Der Italiener, bei dem es am späten Samstag Abend hervorragende Spaghetti gibt, ist nicht schön, aber für Deutschland. Sagt er. Das baut auf.</p>
<p>Es war sicherlich eine irrige Annahme, in Wien könne schon am Samstag der Teufel los sein - es sind einige Spanier los, ansonsten macht der Wiener weiter wie gehabt, was kümmert ihn das Finale? Am Sonntag ist der Teufel allerdings auch nicht los. Es sind immer noch haufenweise Spanier da, die schon um 14 Uhr am Stadion stehen und singen. Das Stadion ist weiträumig geschlossen, es ist klar: Wir haben hier heute nichts zu suchen. Es sind zwar auch haufenweise Deutsche da, die sind allerdings im Prater und fahren Achterbahn - irgendwie bezeichnend für das Finale, das da kommen sollte. Der Prater ist ein schöner Jahrmarkt, der irgendwo zwischen dem morbiden Charme des Verfalls in die Jahre gekommener Würstelbuden und dem angestrengten Eventgedöns des neuen Eingangsportals hängengeblieben ist und mit dieser seiner zerissenen Seele ganz hervorragend nach Österreich passt. Heute passt er aber auch ganz gut zu Deutschland - man kann aus allem negative Vorzeichen lesen, wenn man sich denn bemüht. Am Riesenrand thront noch immer der entthronte Petr Cech und ich denke an Lehmann. Die Liliput-Bahn, die vom Prater zum Happel-Stadion und zurück fährt, ist rot und gelb und nur mit Mühe geben die definitiv braunen Holzdielen auf dem Boden ein Argument für schwarz her, beim Pferderennenspiel gewinnen immer die Spanier und nebenan auf der Donau hat Dietmar Hopp die &#8220;Mozart&#8221; gechartert und zur SAP-Lounge umfunktioniert. Das sind keine guten Omen, nein. Weil die Sonne scheint, will man sich aber den schönen Tag nicht versauen, trinkt ein Radler und schaut den angetrunkenen Deutschen zu, die in mehr als komplettem Fangewand aus dem nächstbesten Fiaker fallen und eine Horde Spanier mit lautem &#8220;Adios!&#8221; begrüßen. Dabei wedeln sie mit ihren Fahnen, der Spanier sieht den roten Teil - schon wieder eine unnötige Provokation.</p>
<p>Gegen 18 Uhr beherzigen wir den Ratschlag der Hotelrezeptionisten und begeben uns wegen der Atmosphööre auf das Public Viewing am Prater. Fehler, auch wenn man sich das erst nicht eingestehen mag. Die Feier wird organisiert von Radio Wien und der Kronenzeitung und das ist einzeln wie in Kombination um Längen schlimmer als beispielsweise BILD und RS2 Berlin. Wenn die offizielle Fanmeile ein Grund ist, die Kommerzialisierung des Fußballs beschissen zu finden, dann ist dieser Ort ein Grund für das sofortige Verbot privater Radiosender. Das Bier kostet vier Euro, die Pommes 2,80 und lasch sind sie auch. Schlechte Vorzeichen, nicht schön. Ich trinke Wasser, wir entschließen uns zu bleiben, auf der Fanmeile ist es zu voll und auch nicht besser - und andere Orte sind uns in der Kürze der Zeit nicht bekannt geworden (mit Ausnahme das Hanappi-Stadions von Rapid, wo sie auch ein Fuuiing veranstalten, das liegt aber in Hütteldorf, ist zu weit weg und muss nicht sein). Wir bleiben. Fehler. Es sind viele Spanier und viele Deutsche, der nervende Moderator von Radio Wien begrüßt: &#8220;Alle deutschen Anhänger und NATÜRLICH UNSERE SPANISCHEN FREUNDE!&#8221; Zack. Alles, was vorher definitiv nur ein Österreicher war, ist jetzt auch ein Spanier. Jedesmal, wenn der nervende Moderator nach der Stimmung fragt, werden die Spanier lauter und die Deutschen leiser. Werbemädels verteilen die obligatorischen Plastikuntensilien wie Klatschröhren und Gummihände. Kleine, dicke österreichische Kinder schreien: &#8220;Spanien, Spanien&#8221;. Kleine, dicke deutsche Kinder schauen die Mutter ganz traurig an, die Schminke auf den Wangen schon vor Anpfiff verlaufen.</p>
<p>Glücklicherweise schafft es Radio Wien, die aufkommende Pro-spanische-Stimmung gegen 20 Uhr wieder abzuwürgen, weil sie einen hoffnungslosen österreichischen Schlagerbarden namens Gernot auf die Bühne stellen, der nach dem ersten Lied ausgepfiffen wird und trotzdem fragt, wie die Stimmung ist. Nach dem zweiten Lied wird er wieder ausgepfiffen, garniert mit Buh-Rufen, aber Gernot ist Unterhaltunsprofi, fragt lässig ins Publikum: &#8220;Soll ich noch eins singen?&#8221; und singt dann gegen den lautstarken Protest noch zwei. Spanier und Deutsche sind im Hass vereint, der Österreicher findet es schick. Man sollte denken, nun 20 Uhr 17, Vorberichterstattung? Fehler. Es wird noch die Firma Förch vorgestellt. Hauptsponsor. Mit Vorstandschef und Image-Film. Spanier und Deutsche in tiefstem Hass vereint, der Österreicher findet´s wieder schick und protestiert nicht. In Österreich ist aber ja auch alles verkauft, im Land von Red Bull Salzburg gegen SV Josko Fenster Ried wundert einen gar nichts mehr.</p>
<p>Das Spiel? Schweigen wir drüber. Nach der starken ersten Viertelstunde klettert vor uns eine dicke Spanierin auf die Bierbank, weil die wesentlich dickeren Deutschen vor ihr ihr den Blick verstellen. Nach dem 0:1 zur Halbzeit ein definitives: &#8220;Das wird nix mehr.&#8221; Darauf doch ein Bier für vier Euro plus einen Euro Einsatz (der Österreicher, immer in der Spielbank, selbst wenn´s bloß der Pfand für´s Plastikbecherl ist) und lange das erleuchtete Riesenrad mit Cech dran angeschaut, das direkt hinter uns drohend sich aufbaute. Danke. Nach dem Schlusspfiff Gott sei Dank wenig Häme, wäre auch nicht in der Stimmung gewesen, mich drüber aufzuregen - in der U-Bahn vom Prater zurück in die Innenstadt erste Müdigkeit.</p>
<p>Die gleichen Spaghetti beim selben Italiener. Der hat das wirklich ernst gemeint, gestern. &#8220;Nicht traurig sein.&#8221; und seine Frau &#8220;wir waren alle für Deutschland&#8221; und die zwei Bedienungen nicken herzlich. Beim Hinausgehen, inzwischen sitzt er mit zwei österreichischen Stammgästen beim Espresso vor der Tür, nochmal ein: &#8220;Nicht traurig sein, okay? Nächstes Mal!&#8221; worauf ich IHN anschaue und sage: &#8220;Ja, gerne. Und vielleicht ja gegen euch im Finale!&#8221; Die Österreicher gucken sich an, prusten los und fragen: &#8220;Wos? Gögn uuuns?&#8221; - La vita e balla.</p>
<p>Ein kleiner Spaziergang noch durch die Stadt, ein Eimer Wasser von oben (das ist wohl der vielzitierte Wiener Schmäh), am Volkstheater werben sie für die Premiere im September, es wird gespielt: &#8220;Ein spanisches Stück&#8221; von Yasmina Reza. Na, danke schön.</p>
<p>Glückwunsch den Spaniern, sie waren ja nun wirklich um Längen besser und haben ohne uns Wiener Walzer getanzt. Und Wien ist eine Reise wert, sicherlich auch für dieses Finale - es muss nicht immer das Spiel das Erlebnis sein.</p>
<p><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/ehs.jpg" title="ehs.jpg"><img src="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/ehs.thumbnail.jpg" alt="ehs.jpg" /></a><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/fiaker.jpg" title="fiaker.jpg"><img src="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/fiaker.thumbnail.jpg" alt="fiaker.jpg" /></a><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/cech.jpg" title="cech.jpg"><img src="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/cech.thumbnail.jpg" alt="cech.jpg" /></a><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/10.jpg" title="10.jpg"><img src="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/10.thumbnail.jpg" alt="10.jpg" /></a><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/vita.jpg" title="vita.jpg"><img src="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/vita.thumbnail.jpg" alt="vita.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.jcpoppe.de/wp-content/uploads/2008/07/fiaker.jpg" title="fiaker.jpg"><br />
</a></p>
<p>Allen Lesern von Popplic Viewing sei gedankt für die Aufmerksamkeit! Bis zum nächsten Großereignis. In vier Tagen beginnt die Tour de France.</p>
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		<title>Wiener Glut</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 06:08:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ 	Wir sind dann mal unterwegs. Perfekte Wettervorhersage, Trikot nicht gewaschen, wie sich das gehört. Wir sind Montag wieder zurück und zwar mit Pokal!
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